Zuweisungs- und Therapieschema
Prospektive Evaluation eines wissenschaftlich begründeten Zuweisungs- und Therapieschemas für eine spezifische akute Schlaganfallbehandlung innerhalb von 6 Stunden nach Symptombeginn
Die HAGS hat auf der Basis der Empfehlungen der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sowie aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in einem Konsensus-Verfahren ein Zuweisungs- und Therapieschema für eine spezifische akute Schlaganfallbehandlung innerhalb von 6 Stunden nach Symptombeginn erstellt. Dieses Therapieschema wird im Rahmen der HAGS prospektiv evaluiert. Dabei sollen folgende Fragen untersucht werden:
- Wie viele Patienten mit akutem Schlaganfall werden in einem definierten Zeitraum innerhalb von 3 Stunden und nach 3-6 Stunden entsprechend dem Zuweisungsschema in die beteiligten Kliniken eingewiesen?
- Wie viele der innerhalb von 3 bzw. 6 Stunden zugewiesenen Patienten mit akutem Schlaganfall werden entsprechend dem gemeinsamen Therapieschema mit welcher spezifischen Therapie behandelt?
- Wie viele der innerhalb von 6 Stunden zugewiesenen Patienten mit akutem Schlaganfall werden im Rahmen des gemeinsamen Therapieschemas einer spezifischen akuten Schlaganfallbehandlung zugeführt, die nach einem allein an den Zulassungskriterien orientierten Behandlungsangebot (d.h. intravenöse Thrombolyse innerhalb von 3 Stunden nach Symptombeginn) keine spezifische Therapie erhalten hätten?
- In Zusammenarbeit mit dem Projekt zur externen Qualitätssicherung (EQS), an dem alle beteiligten Kliniken teilnehmen, sollen epidemiologische Kenngrößen der nach dem Zuweisungs- und Therapieschema zugewiesenen und behandelten akuten Schlaganfallpatienten untersucht werden (d.h. Alter, Geschlecht, Risikofaktoren, durchgeführte Bildgebung, durchgeführte Zusatzuntersuchungen, Mortalität im Krankenhaus, Dauer des Krankenhausaufenthalts).
Hierbei handelt es sich ausdrücklich nicht um allgemeine Therapieempfehlungen, sondern um eine Verfahrensvereinbarung der Hamburger Arbeitsgemeinschaft Schlaganfall basierend auf klinischen Erfahrungen und der aktuellen Datenlage aus der Literatur.

